Gesetzliche KV

Kostenübernahme der gesetzliche Krankenversicherung

Frage:
Wird meine Krankenkasse die Kosten übernehmen?

Antwort:
Als gesetzlich Versicherter haben Sie zunächst keinen Anspruch auf Erstattung der Therapiekosten. Die Krankenkassen bezahlen in der Regel nur die drei Richlinien-Psychotherapie-Verfahren:

  • Verhaltenstherapie
  • Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
  • Analytische Psychotherapie

Krankenkassen zahlen in der Regel nur für approbierte medizinische oder psychologische Psychotherapeuten. Es gibt jedoch eventuell eine Möglichkeit für eine „Kostenerstattung nach § 13 Abs. 3 SGB V“, die im Rahmen des Ermessens Ganze- oder Teilbeträge erstattet.


Stellen Sie hierfür bei Ihrer Krankenkasse einen schriftlichen
„Antrag auf Kostenerstattung auf Basis des § 13 Abs. 3 SGB V“
in dem Sie nachweisen (können) dass:

  • Die Wartezeiten bei Psychotherapeuten mit Kassenzulassung zu lang sind. Laut Bundessozialgericht sind Wartezeiten von mehr als 3 Monaten für Erwachsene und 6 Wochen bei Minderjährigen unzumutbar. Ebenso sind mehr als drei Behandlungsanfragen aus fachlichen wie menschlichen Gründen nicht zumutbar. Belegen Sie anhand von Telefonprotokollen Ihre Anfragen bei kassenzugelassenen Psychotherapeuten und die dabei genannten Wartezeiten.
  • Ihre Behandlung notwendig ist (Hierfür benötigen Sie eine Notwendigkeitsbescheinigung und Überweisung vom Hausarzt inkl. Diagnose)
  • Legen Sie zudem bitte die voraussichtliche Zahl der Behandlungsstunden und die Behandlungsbescheinigung die Sie von mir erhalten, bei. Bitte wenden Sie sich dafür an mich.

Einen Rechtsanspruch gibt es leider nicht. Wenden Sie sich bitte an Ihre gesetzliche Krankenkasse mit Hinweis auf den o.g. Paragraphen.

Bitte beachten Sie, dass die meisten Sachbearbeiter/innen diesen Abrechnungsmodus nicht kennen! Die gesetzlichen Krankenkassen wehren sich häufig gegen solche Kostenerstattungsanträge und lehnen diese ab oder verweisen auf eine Liste von kassenzugelassenen Behandlern, die frei sind. Auf die Liste brauchen Sie nicht einzugehen, da Sie ja einen Behandlungsplatz bei mir haben und weitere Nachfragen nicht zumutbar sind. Bei einer Ablehnung durch die Krankenkasse können Sie Berufung einlegen.

Bitte haben Sie Verständnis, dass eine Nichterstattung oder nur Teilerstattung von Ihrer Krankenkasse keinen Einfluss auf den vereinbarten Honorarsatz hat.
 Aus dieser Information kann kein Rechtsanspruch mir gegenüber abgeleitet werden! Die Verantwortung für die ordnungsgemäße Beantragung liegt bei Ihnen.

Allgemein empfiehlt es sich, speziell für Pflichtversicherte eine „Heilpraktiker Zusatzversicherung“ abzuschließen, die für die Kostenübernahme der heilpraktischen Behandlung aufkommt.