Private KV

Kostenübernahme der privaten Krankenkassen

Frage:
Wird meine private Krankenkassen die Kosten für eine Therapie übernehmen?

Antwort:
Privaten Krankenkassen und Beihilfestellen übernehmen unter Umständen die Therapiekosten, die ein Heilpraktiker für Psychotherapie in Rechnung stellt. Da die privaten Kassen nach Möglichkeiten suchen, Kosten einzusparen, wird diese Regelung allerdings immer restriktiver gehandhabt.

Grundlegend für die Kostenerstattung sind zunächst die Statuten der jeweiligen Versicherung. So schließen manche Versicherungen die Kostenerstattung gegenüber Heilpraktikern Psychotherapie aus. Ist jedoch diese Kostenerstattung vorgesehen, kommt es immer noch auf den einzelnen Versicherungsvertrag und den Umgang der Kasse im speziellen Einzelfall an.

Manche privaten Kassen verlangen den Nachweis von psychotherapeutischen Qualifikationen, gelegentlich auch die Approbation. Diese ist nur den medizinischen oder psychologischen Psychotherapeuten vorbehalten. Wenngleich dieses Vorgehen zweifelhaft ist, „sitzt die Krankenkasse am längeren Hebel“, da der Patient meist nicht dagegen angehen will oder kann.


Die Gebührenordnung für Heilpraktiker aus den 80er Jahren benennt – in Anlehnung an die Gebührenordnung für Ärzte – die jeweiligen Leistungen, um gegenüber den Patienten eine Transparenz zu schaffen. Unter der Ziffer 19 werden die psychotherapeutischen Behandlungen ausgeführt.
Beispiele aus der Gebührenordnung für Heilpraktiker (GebueH)

19.1 Psychotherapie von halbstündiger Dauer 15,50 bis 26,00 Euro
19.2 Psychotherapie von 50-90 Minuten Dauer 26,00 bis 46,00 Euro
19.3 Ausstellung eines psychodiagnostischen Befundes 15,50 bis 38,50 Euro

Wenn bei entsprechender Versicherungspolice die Übernahme der Therapiekosten durch einen Heilpraktiker Psychotherapie von der privaten Krankenkasse akzeptiert wird, dann meist nur bis maximal 20 Stunden pro Jahr und zu den obengenannten Sätzen der Gebührenordnung für Heilpraktiker, die, wie schon erwähnt, aus den 80er Jahren stammen und völlig überholt sind. Sie müssten somit die Differenz zu meinem Honorar selber tragen.


Die Regelung der Kostenübernahme liegt in der Verantwortung des Patienten.