Methode und Ziele

Methode: Eigener therapeutischer Ansatz

In meiner Praxis arbeite ich mit dem Selbsthilfeprogramm für Essstörungen (SFE©). Diese wurde speziell von mir entwickelt, um essgestörte Menschen zeitgerecht auf ihrem Weg aus der Bulimie oder Binge Eating unterstützen zu können. Es setzt sich aus folgenden Elementen und therapeutischen Methoden zusammen:

  • Kognitive Verhaltenstherapie
  • Gesprächstherapie
  • Neuro-linguistischen Programmierung (NLP)
  • Soziologisches Fachwissen
  • Fachwissen über Kommunikation
  • Persönliche Erfahrungen und Erkenntnisse

Im Gegensatz zur Psychoanalyse (Tiefenpsychologie) wird die hauptsächliche Aufdeckung von unbewussten seelischen Konflikten eindeutig nicht zum Ziel erklärt, sondern eine zukunftsgerichtete lösungsorientierte „Hilfe zur Selbsthilfe“ angestrebt.

Das WVV-Prinzip
Ein wichtiges Prinzip hierbei ist das so genannte `WVV-Prinzip´ welches für Wahrnehmen–Verstehen-Verändern steht. Viele Gedanken und Handlungen, aber auch Einstellungen und Wünsche, laufen oft automatisiert ab. Dies geschieht ohne dass wir uns dessen wirklich bewusst sind oder deren Ursprung kennen. Diese unbewussten „Muster“ können jedoch negative Folgen nach sich ziehen, wenn sie uns einschränken oder in unserem Selbstwert schwächen. Hier gilt es Gedanken, Handlungen, Einstellungen und Wünsche bewusst wahrzunehmen, zu verstehen woher sie kommen und warum sie da sind, um sie dann verändern zu können. „Verstehen“ steht vor Verändern! Das bewusste Wahrnehmen und vor allem „Verstehen“ von Hintergründen, erleichtert somit die Veränderung von festgefahrenen Gedanken- und Verhaltensmustern in der Gegenwart.

Ein Therapieverfahren mit „Struktur“
im Vergleich zu vielen anderen Therapien, bei denen therapeutische Methoden einfach nacheinander ausprobiert werden, basiert das Selbsthilfeprogramm für Essstörungen auf einer leicht verständlichen therapeutischen Struktur.
Essgestörte Frauen oder Männer sehen sich anfänglich häufig in der „Opferrolle“. Sie fühlen sich als ein Opfer der Umstände und verharren somit in der Vergangenheit. Wer sich in dieser Rolle befindet, dem ist es nicht möglich die volle Verantwortung für sein Handeln und deren Konsequenzen zu übernehmen. Die Einnahme der „Opferrolle“ ist verbunden mit dem Gefühl fremdgesteuert zu sein und nur wenig an seinem Leben „aktiv“ verändern zu können. Die Verantwortung für das eigene Leben und dessen Verlauf wird somit aus der Hand gegeben.
Der erste Schritt des lautet infolgedessen „Raus der Opferrolle!“. Die „aktive“ Übernahme der Verantwortung für das eigene Handeln und der daraus resultierenden Konsequenzen wird gefördert. Meine therapeutische Arbeit basiert somit auf mehreren Schritten in unterschiedlichen Ebenen :

  • von der Betrachtung der Vergangenheit und möglichen Ursachen
  • über die Verhaltensänderung in der Gegenwart
  • bis hin zur Neugestaltung der eigenen Zukunft

Ziele

  • Übernahme der Eigenverantwortung für das Leben
  • Stärkung des Selbstwertes und der Eigenliebe
  • Kritische Betrachtungsweise von Medien und gesellschaftlichen Vorstellungen
  • Lernen von Bewältigungsstrategien
  • Verbesserung der Kommunikation durch Vermittlung von Kommunikationstheorien
  • Stärkung sozialer Ressourcen und Kompetenzen
  • Dauerhafte Überwindung der Essstörung


Gerne erkläre ich Ihnen meinen therapeutischen Ansatz in einem persönlichen Gespräch!