Angehörige

Wenn das eigene Kind, oder der Partner, an einer Essstörung leidet, stehen viele Fragen im Raum:

  • Wie entstehen Essstörungen und was hält diese aufrecht?
  • Warum helfen Ernährungspläne und der Fokus auf dem Essen nicht langfristig?
  • Was sind die wahren Ursachen einer Essstörung?
  • Welche Handlungen sollte ich vermeiden?
  • Wie hängt die Essstörung mit der Geschichte der/dem Betroffenen zusammen?
  • Soll ich das Essen ansprechen, soll ich Essen kontrollieren?
  • Welche dysfunktionalen Verhaltensweisen hat die Betroffene evtl. von der Familie übernommen?
  • Welche Ressourcen fehlen mir selbst und inwieweit kann ich mein Verhalten ändern um die/den Betroffene(n) mehr zu unterstützen?
  • Welche Verhaltensweisen herrschen in meiner Partnerschaft und beeinflussen indirekt die/den Betroffene(n)
  • (…)

Die Idee des Angehörigen-Austausches

Betroffene die an Essstörungen leiden kommen häufig aus einem System in dem „ungesunde“ Strukturen vorherrschen. Die Person, welche an einer Essstörung leidet, arbeitet an persönlichen Themen in der ambulanten Therapie.
Wenn Betroffene jedoch noch Zuhause leben, oder in einer Partnerschaft, wirken (evtl. negative) externe Einflüsse immer wieder auf die erkrankte Person ein, welche nicht vom Betroffenen selbst geändert werden können.

Um einen ganzheitlichen Ansatz zu verfolgen ist es wichtig auch das System, in welchem Betroffene leben, genau zu betrachten. Häufig lassen sich im Alltag der Eltern, oder Partnerschaft, „ungesunde“ Strukturen finden, die die Beziehung zum Kind, aber auch zum Partner belasten. Beispiele hierfür sind überfürsorgliches Verhalten oder zu wenig Fürsorge, fehlendes konstruktives Konfliktverhalten, zu wenig gesunder Egoismus bei den Müttern (diese kümmern sich häufig um die Bedürfnisse der Anderen) und einen hohen Fokus auf Leistung bei Vätern. Kommunikation in Vorwürfen, Strukturen aus der Kindheit welche auf fehlende Anerkennung abzielen, fehlendes Vertrauen…

Der Angehörigen-Austausch soll Sie darin unterstützen Ihrem Kind/ Partner(in) besser helfen zu können.In der Regel sehen Kinder/ Partner die größte Unterstützung darin, wenn auch Eltern, oder Partner, aktiv an Veränderung (an sich) arbeiten, statt das Problem allein beim Anderen zu sehen.

Die Essstörung eines Betroffenen löst häufig auch bei den Eltern oder in der Partnerschaft eine Krise aus. Diese Krise stellt für den Betroffenen, aber auch für Angehörige zugleich eine große Chance für Veränderung dar. Die Chance für nähere und offenere Beziehungen, für das Gefühl gesehen und verstanden werden. Für ehrlich Beziehungen und Partnerschaft, dessen gemeinsames Glück wieder mehr in den Mittelpunkt rückt.

Der Angehörigen-Austausch richtet sich an Angehörige (Eltern & Partner) 


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